brose baskets

Von großen Zielen und fetten Schweinen

geschrieben von Ulrike Ringer am 31.05.2010 um 13:39 Uhr

Wieder ein Sweep. Ein bisschen beängstigend ist es schon, wie souverän sich unser Team in den bisherigen Playoffs präsentiert. Und dass inzwischen nur noch drei Zettel an der Wand der Mannschaftskabine zwischen uns und dem ersehnten dritten Meistertitel stehen beziehungsweise hängen, lässt in Freak City mehr als nur die leise Hoffnung aufkeimen, dass es 2010 tatsächlich wieder soweit sein könnte, dass das Meisterbrett zurückkehrt an die Regnitz und dem Beko BBL Pokal für ein Jahr Gesellschaft leistet.

Trotzdem kommt jetzt natürlich der obligatorische Tritt auf die Euphorie-Bremse: Bis die Meisterparty geplant werden kann, liegt noch viel Arbeit vor uns allen, vor dem Team, den Trainern, dem Team hinter dem Team und natürlich den Fans. Denn egal ob Frankfurt oder Bremerhaven ins Finale einzieht, geschenkt wird uns dieser Titel sicher nicht. Auch wenn ausgewiesene und selbsternannte Experten vielleicht der Meinung sind, dass den Brose Baskets Express in dieser Saison nichts und niemand mehr aufhalten kann, werfen wir freiwillig fünf Euro ins berühmte Phrasenschwein und halten es mit der Devise „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“, denn „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ und „Hochmut kommt vor dem Fall“.

Dennoch wäre so ein Double natürlich eine feine Sache, nicht nur weil wir dann in Deutschland auf der gleichen Erfolgstufe wie der große FC Bayern München im Fußball stehen würden. Sondern auch, weil es sich vor allem die vielen unermüdlichen Fans die mit ihrer lautstarken Unterstützung dafür sorgen, dass in der Frankenhölle ernsthaft die Gefahr eines Hörsturzes besteht, verdient haben. Genauso wie das Team, das unter der Leitung unseres Trainerdreigestirns innerhalb der Saison zu einer Einheit zusammengewachsen ist. Egal, wer letztlich eine Begegnung als Topscorer beendet: das Team ist der Star und der Weg ist das Ziel. An dieser Stelle sei noch einmal frei nach Anton Gavel zitiert: „Wir gewinnen, weil wir Casey, John, Tibor, Peja, Mark, Becks, Karsten, Erik, Brian, Robse und Elton im Team haben.“

Und da das Phrasenschwein inzwischen aus allen Nähten platzt, ist an dieser Stelle jetzt Schluss. Statt Worte lassen wir am Sonntag Taten sprechen und stürzen uns ins Abenteuer „Finale“. Point Blank. Period.



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