geschrieben von Birthe Johannes am 10.02.2010 um 16:14 Uhr
Ja das war bitter. Acht Minuten lang fühlt man sich groß, wie in den besten Zeiten und denkt ´Jetzt zeigen wir den Basken mal, was ne Harke ist´ und dann fangen die plötzlich an, ihre südeuropäische Defense auszupacken und die auch noch damit zu paaren, dass sie treffen. Tja. Da muss man dann einfach mal neidvoll anerkennen, dass sie besser sind. Oder zumindest am gestrigen Abend waren. Was bleibt, ist die verzweifelte Hoffnung, dass sich das im Rückspiel ändert. Verzweifelt deshalb, weil die Basken ebensolche Unterstützung in ihrer heimischen Halle erleben dürfen, wie unser Team hier. Aber was erzähle ich Ihnen das: Sie können das Spiel live miterleben und zwar auf TV Oberfranken. Dank des großen Engagements einiger Protagonisten kann die bildliche Informationsschneise im internationalen Basketball überwunden werden. Im Namen aller Nutznießer ergeht deshalb an alle Beteiligten ein herzliches Dankeschön.
Opportunisten, die wir sind, suchen wir uns auch an einem Tag wie diesem selbstverständlich etwas, was wir feiern können. Denn wenn schon kein Sieg , feiern wir wenigstens den 20. Geburtstag von Photoshop. Einem Programm, ohne dass wir hier in schwerwiegende Probleme kommen würden. Stellen Sie sich mal vor, man schießt im Sommer ein Teambild, weil man es bis zu einem bestimmten Termin bei der Beko-BBL einreichen muss. Dieser Zeitpunkt liegt aber möglicherweise vor einem Zeitpunkt, zu dem bestimmte Nationalspieler oder Nachverpflichtungen in Bamberg ankommen. Was tun? Neuen Fototermin anordnen, Team in Jerseys und Coaches in Anzüge stecken, Fotograf bestellen, Halle ausleuchten, Teambild wieder komplett freistellen... oder.... Photoshop? Nun dürfen Sie zwei Mal raten was günstiger ist. Talentierte Grafiker, wie wir sie zum Glück kennen, vertauschen da ganz einfach Alexander Johnson gegen Erik Land. Dass da so Grundsätzliches wie Körpergröße oder Statur nicht zu 100% umgesetzt werden können, dürfte jedem klar sein. So kommt es also, dass Sie auf manchen Mannschaftbildern eine Zusammenstellung finden, die so nie zusammen in einem Kader stand. Oder dass manche Spieler kleiner oder größer sind als normal. Damit sparen wir Geld und vor allem schonen Nerven der Spieler. Denn nicht jeder ist so fotogen wie Casey oder Robert und schafft es, binnen Sekunden ein gutes Foto zu schießen.
Für das Sportliche heißt es in den kommenden Tagen und Wochen sowohl für Spieler als auch für Fans: Kopf hoch und weitermachen. Unsere Stimmung sollte sich nicht parallel zu den Umfragewerten der FDP entwickeln, denn auf uns wartet Großes. SIE, der ewige Feind aus der Bundeshauptstadt kommt in nur sieben Tagen vorbei und will uns daran hindern, endlich mal wieder am Top 4 teilzunehmen. Es ist unser aller Aufgabe, mal wieder zu zeigen, dass unsere Ansprüche auch in die Realität transferiert werden können und dass andere dicke Fische in unserm Aquarium nichts zu suchen haben. Herzlich Willkommen im Haifischbecken, Steff.
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